Appell an die Bundesparlamentarier:innen

Jetzt konsequent auf erneuerbare Energien setzen und den Atomausstieg weiterverfolgen

Ab kommendem Montag diskutiert der Nationalrat das Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien. Wir appellieren an die Parlamentarier:innen: Wir brauchen einen konsequenten Einsatz für erneuerbare Energien und einen geplanten Ausstieg aus der Kernenergie. Neue Atomkraftwerke sind keine Option mehr.

Die Ausgangslage auf Bundesebene ist klar. Der Neubau von Atomkraftwerken ist verboten und die bestehenden Anlagen sollen laufen, solange sie sicher sind. Die Forderung, die alten Atomkraftwerke laufen zu lassen, bis genügend erneuerbare Energien produziert werden, unterläuft diesen Grundsatz und ist deshalb konsequent abzulehnen. In unserem Land steht mit Beznau 1 das älteste Atomkraftwerk der Welt. Die Anlage hat diverse Mängel an Anlageteilen, die nicht durch Nachrüstungen behoben werden können (z.B. Korrosion im Reaktordruckbehälter).

Jetzt die Energiewende planen

Wir haben dafür zu sorgen, dass möglichst schnell genügend erneuerbare Energien zur Verfügung stehen bzw. dass wir das grosse vorhandene Einsparpotenzial ausnutzen. Investitionen in die Energiewende brauchen Planungssicherheit. Daher unterstützen wir den Minderheitsantrag, der sich für ein konkretes Abschaltdatum unserer Uralt-Kraftwerke einsetzen. Völlig verkehrt wäre eine Subventionierung der Nachrüstungen: Bundesgelder müssen konsequent für die Förderung der Erneuerbaren eingesetzt werden.

Dass die Energiewende und der Atomausstieg nötig und machbar sind, haben der Bund und diverse Studien bereits aufgezeigt.

Kontakt:
Andreas Fischer, Präsident NWA Nie wieder Atomkraftwerke, 077 443 01 20

Florence Brenzikofer, Vizepräsidentin NWA und Nationalrätin, 079 797 48 69

NWA – Nie wieder Atomkraftwerke Der Verein Nie wieder Atomkraftwerke unterstützt mit allen verfügbaren Mitteln die Förderung der erneuerbaren Energien sowie Abschaltung der Atomkraftwerke.

NWA Solothurn 02/23: Die Zukunft IST erneuerbar

«Die Zukunft IST erneuerbar» – für uns mehr als ein Slogan, auch ein Wille und Bekenntnis. Die Energieversorgung MUSS sich auf Erneuerbare verlagern. Bei den aktuellen Kriegsereignissen erlebten wir, wie AKW zum Spielball willkürlicher Machthaber werden.

Weder die Risiken atomarer Katastrophen noch eine Lösung mit den radioaktiven Abfällen haben wir im Griff. Doch die Versorgungsdiskussion verleiht «verblühten Spezies» neophytisch neue Knospen, die invasiv in den politischen Alltag zu dringen drohen:

– Ein nicht griffiges Energiegesetz für den Kanton SO wird vorbreitet. Bereits vor der eigentlichen Vernehmlassung scheinen eingeladene Stakeholder den Regierungsrat zu einer Soft-Vorlage bewegen zu wollen. Das darf nicht sein!

– «Reaktionäre Reaktor-Vertreter» nutzen und schüren Versorgungs-Ängste und greifen in die Schulbaden zu alten «Plänen»:

— Die Initiative «Blackout stoppen» will den AKW-Ausstieg umstossen,
— öffentliche Finanzspritze soll dem «gescheiterten Business-Case» neue Attraktivität verleihen und
— in vielen Ländern wird an den Laufzeiten geschraubt und damit Sicherheit weiter minimiert.

«Die Zukunft BLEIBT erneuerbar» – dafür setzen wir uns unbeirrt weiterhin ein! Intelligenter Energieverbrauch soll gestärkt, Alternativen gefördert und technische Innovation genutzt werden.

Jetzt braucht es kühlen Kopf, glaubwürdige Argumentation und persönliches Engagement, damit die Weichen richtig gestellt werden!

NWA SO leistet weiterhin einen Beitrag dazu, mit deiner Solidarität, deinem Vertrauen und deiner Unterstützung! Warum nicht jetzt Freunden und Bekannten eine Mitgliedschaft empfehlen? Ein Engagement, das auch für unsere Kinder und Kindeskinder existentiell ist. Danke!

Herzliche Grüsse

Philipp Hadorn
Präsident & Alt-Nationalrat


Die Initiative «Blackout stoppen» will das AKW-Verbot kippen
Atomkraft ist teuer. Offenbar auch politisch: Der Rundschau liegt eine Rechnung vor, die zeigt: 75’390 Franken zahlen die Atomlobbyisten vom «Energie Club Schweiz» im Dezember 2022 für 10’000 Unterschriften. Die Unterschriften liefert der Verein «Incop Schweiz» mit Sitz in Lausanne

zum SRF-Artikel 


Rösti überrascht mit Hilfsofferte an AKW-Betreiber
Der neue Energieminister macht vor der Energiebranche klar, dass er für mehr Schweizer Strom sehr flexibel bleiben will.

zum SRF-Artikel


Windkraft statt AKW
Kleine Vorrechnung wie viele Windkraftanlagen es braucht im das AKW Isar in Deutschland zu ersetzen. Gerademal 900 On- oder sogar nur 275 Offshore Windräder wären nötig. Ein wahres Schnäppen, wenn man denn nur will.

zum Efahrer-Artikel


Japanische AKW sollen länger als 60 Jahre laufen
In einer vom japanischen Wirtschaftsministerium erarbeiteten Richtlinie ist dafür vorgesehen, die Zeit, in denen Reaktoren wegen Inspektionen oder aus anderen Gründen nicht am Netz sind, von der Berechnung der gesamten Laufzeit auszunehmen.

zum Artikel auf heise.de


…und auch Frankreich denkt darüber nach
Frankreich fasst eine Laufzeitverlängerung für seine alternden Atomreaktoren auf mehr als 60 Jahre ins Auge. Der von Präsident Emmanuel Macron einberufene nationale Atomrat hat am Freitag die Aufnahme entsprechender Studien genehmigt.

mehr auf bluewin.ch

 

Wahlen im Baselbiet – wir empfehlen unsere Mitglieder zur Wahl

Am 12. Februar wählt das Baselbiet den Regierungs- und Landrat. NWA empfiehlt ihre Mitglieder zur Wahl. Denn es braucht mehr Kräfte Einsatz gegen Atomkraftwerke und für erneuerbare Energien. Geht wählen, deine Stimme zählt. Für eine zukunftsfähige Energiepolitik!

Der Verein Nie Wieder AKW empfiehlt seine Mitglieder zur Wahl am 12. Februar 23 im Kanton BL:

Wahlkreis Allschwil
Simone Meier, Grüne, Allschwil

Wahlkreis Binningen
Thomas Schwarb, Grüne, Binningen; Beatrice Büschlen, Grüne, Binningen

Wahlkreis Liestal

Erika Eichenberger, Grüne, Liestal

Wahlkreis Muttenz
Oliver Brüderli, Grüne, Buus;
Désirée Jaun, SP, Birsfelden; André Fritz, EVP, Birsfelden

Wahlkreis Oberwil
Véronique Andreoli, Grüne, Oberwil;
Yves Krebs, GLP, Oberwil; Tanja Haller, GLP, Oberwil

Wahlkreis Pratteln

Urs Kaufmann, SP, Frenkendorf

Wahlkreis Sissach
Sandra Strüby-Schaub, SP, Buckten,
Thomas Tribelhorn, GLP, Läufelfingen

Wahlkreis Waldenburg:
Bruno Haueter, die Mitte, 
Niederdorf
Hans Weber, Grüne, Langenbruck

In den Regierungsrat: Kathrin Schweizer, SP

Wahlen Kanton Basel-Landschaft 2023

Verzögerungstaktik statt schnelles Handeln gegen die Klimakrise

Morgen (19.1.23) reicht die SVP das Referendum gegen das Klimazielgesetz ein. Damit zeigt sie, dass sie die Klimakrise nicht ernst nimmt. Anstatt die Massnahmen zu treffen, um die Bevölkerung und unsere Bergwelt vor den Folgen des Klimawandels zu schützen, verzögert sie mit dem Referendum schnelles Handeln.

Das Klimazielgesetz weist den Weg zu Netto-Null und schreibt verbindliche Ziele fest. Damit schafft die Schweiz Planungssicherheit  und leistet ihren Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise. Der Verbrauch von fossilen Energien macht die Schweiz abhängig vom globalen Energiemarkt mit seinen extremen Preisschwankungen. Mit dem Klimazielgesetz befreien wir uns von den fossilen Energien zugunsten von mehr Unabhängigkeit und Energiesicherheit.

Das Klimazielgesetz bezweckt die Minderung der Treibhausgasemissionen, die Anpassung an respektive den Schutz vor den Folgen der Klimaerhitzung und die klimaverträgliche Ausrichtung der Finanzmittelflüsse. Zudem legt es Massnahmen in den Bereichen Heizungsersatz und Gebäudesanierungen sowie neuartige Technologien und Prozesse fest. Dafür werden, verteilt über zehn Jahre, 3,2 Milliarden Franken aus der Bundeskasse in Innovationen und in die einheimische erneuerbare Energiewirtschaft investiert. 

Der Verein Nie wieder Atomkraftwerke unterstützt das Klimazielgesetz mit allen verfügbaren Mitteln. Die Förderung der erneuerbaren Energien ist neben der Abschaltung der Atomkraftwerke das Hauptziel des Vereins. Dass die Energiewende und der Atomausstieg nötig und machbar sind, haben der Bund und diverse Studien bereits aufgezeigt. Das Referendum der SVP ist eine reine Verzögerungstaktik! 

NWA Solothurn 12/22

Mit der Anti-Atom-Velotour und unserer Mitgliederversammlung «am Ort des Geschehens» konnten die Teilnehmenden einen deutlichen Kontrapunkt setzen: Der Widerstand gegen jegliche AKW ist
notwendig, ungebrochen und stark.

Die Klimajugend macht es deutlich: Es geht nicht an, dass aus aktuellen Problemen Weichen falsch
gestellt werden, die für Generationen unverantwortbare Konsequenzen haben.

Als NWA haben wir unser Ziel noch nicht erreicht. Im Jahr 2022 erlebten wir gar Rückschritte. In gemeinsamem Engagement bleiben wir dran, bekämpfen die Verlängerungen der Risikoreaktoren in der Schweiz und setzen alles daran, damit erneuerbare Energie den Bedarf decken wird.

Probleme in Frankreich und die Gefahren in der Ukraine zeigen, dass unser Kampf weiterhin notwendig ist.

Danke für das Vertrauen und das gemeinsame Engagement.

NWA SO wünscht frohe Weihnachten, auch Energie und Gelingen für das Jahr 2023!

Herzliche Grüsse
Philipp Hadorn
Präsident & Alt-Nationalrat


Mitgliederversammlung 2022
Die Mitgliederversammlung in Däniken am „Checkpoint“ im Takatuka war mit vielen anwesenden und an der Velotour Teilnehmenden Mitgliedern ein voller Erfolg. Julia Hodel hat uns dazu eine Medienmitteilung verfasst.


Anti-Atom-Velo-Demo macht Halt vor dem KKG in Däniken
Teilnehmende fordern Ausstieg aus der Technologie. Inspiriert von den Anti-AKW-Velotouren in Deutschland gibt es auch in der Schweiz Velo-Demos in Form mehrtägiger Touren. Am Wochenende wurde Halt im Niederamt gemacht.


Laufzeitverlängerung? Neue AKW? Besser nicht!
Und wieder ein Irrweg: Anstatt die Energieprobleme mit erneuerbarer Technologie schnell zu lösen, will man den drohenden Strommangel laut einer Studie lieber mit Laufzeitverlängerungen und Importen decken. Oder sogar ein neues AKW bauen, obwohl Lösungen da sind und sofort verfügbar.

Artikel So kann die Schweiz die Stromlücke bis 2040 schliessen auf bluewin.ch


Ausbau der Sonnenenergie
Die Solarenergie boomt in der Schweiz mehr denn je. Das Bundesamt für Energie (BFE) geht für 2022 von einem Marktwachstum von rund 50 Prozent aus. Bis Ende Jahr werden in der Schweiz rund 1000 MW zugebaut.

zum Artikel 


Viele Probleme in französischen AKW
Die französischen Atomkraft kämpfen derzeit mit Problemen und liefern deshalb auch weniger Strom, der wiederum im europäischen Stromnetz fehlt. Noch ist die Lage nicht kritisch. Dennoch will man in Frankreich neue AKW planen.

zum Artikel: Frankreich fährt AKW allmählich wieder hoch


Sicherheitsexperten in ukrainischen AKW
Sicherheitsexperten der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA sollen künftig permanent in allen vier ukrainischen Kernkraftwerken stationiert werden. Derzeit überwacht nur im russisch besetzten Atomkraftwerk Saporischschja ständig ein IAEA-Team die Lage.

IAEA stationiert Sicherheitsexperten in ukrainischem AKW


Mehr solche Projekte!
Axpo hat zusammen mit IWB die grösste alpine Solaranlage der Schweiz auf 2500 Meter über Meer realisiert. Seit Ende August 2022 ist die Anlage vollständig in Betrieb. Das Pionierprojekt AlpinSolar produziert pro Jahr 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom – die Hälfte davon im Winter. So nutzen wir Sonnenenergie zu jeder Jahreszeit und trotz Nebelmeer.

Mehr auf Alpinsolar