In drei Monaten ist Mühleberg abgestellt!

Aus aktuellem Anlass stellen wir hier die interessante Präsentation der BKW online, die Gesamtprojektleiter Stefan Klute am 13. Juni 2019 bei der Mitgliederversammlung der NWA Schweiz vorgestellt hat.

Nur bei den von der BKW geschätzten Entsorgungskosten müssen wir widersprechen, die werden höher ausfallen. Aber ansonsten kann die Stilllegung von Mühleberg ein gutes Vorbild für Beznau sein.

Liebe Axpo: So macht man es!

MV NWA Schweiz 13-6-2019 So legen wir unser Kernkraftwerk still

Das neue Wendeblatt ist da!

Seit heute ist das Wendeblatt 23 bei unseren Mitgliedern eingetroffen. Im Wendeblatt geht es diesmal um:

  • die von NWA empfohlenen Kandidierenden für die Wahlen am 20. Oktober 2019
  • die Forderung, dass Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch das öffentliche Stromnetz nutzen dürfen, sonst machen sie nur in 5% aller Fälle einen Sinn
  • warum wir dort, wo es nicht wehtut, einen Ausbau der Wasserkraft brauchen
  • die schrumpfende Atomindustrie in Frankreich, wo die Versorgungssicherheit in Gefahr ist, weil der Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion verschlampt wird

Wendeblatt 23

Spaziergang zu 50 Jahre Beznau

Am 1. September 2019 haben sich Mitglieder der NWA Aargau und viele Interessierte aus der Schweiz und Deutschland zu einem Spaziergang zum AKW Beznau getroffen. Beznau 1 ging am 1. September 1969 ans Netz, und ist damit das älteste AKW der Welt, das noch in Betrieb ist. 

50 Jahre sind zuviel – Beznau abschalten!

Am 1. September 1969 ging der Reaktor Beznau 1 in Betrieb. Das älteste Atomkraftwerk der Welt hat mit seinen 50 Jahren seine Lebenszeit längst überschritten. Die Mängelliste wird immer grösser, die Ausfälle länger. Eine Gruppe besorgter Bürgerinnen und Bürger hat mit einer symbolischen Aktion auf diesen Missstand aufmerksam gemacht. Sie zeigten, wie sich nach einem Super-GAU die Radioaktivität in alle Himmelsrichtungen ausbreiten und grosse Teile der Schweiz und Süddeutschlands unbewohnbar machen würde, und fordert von der Axpo und der Politik die sofortige Stilllegung des Werkes.

Weiterbetrieb solange sicher – wer‘s glaubt!

Es war das Mantra der ehemaligen Energieministerin Doris Leuthard: Atomkraftwerke dürfen nur so lange weiterbetrieben werden, solange sie sicher sind. Doch der Betreiberin von Beznau, der Axpo, werden immer wieder lange Fristen eingeräumt, um Mängel zu beheben oder man ändert sogar Verordnungen: So geschehen, als klar war, dass die Erdbebensicherheit nicht eingehalten werden kann. Renommierte Experten wie der ehemalige Leiter der deutschen Abteilung kerntechnische Sicherheit Dipl.-Ing. Dieter Majer weisen schon lange darauf hin, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

Beznau ist so gut wie neu – wer‘s glaubt!

Atomkraftwerke wurden für eine Laufzeit von 30-40 Jahren gebaut. Zentrale Teile, insbesondere der für den Strahlenschutz immens wichtige, marode Reaktordruckbehälter können nicht ausgetauscht werden. Auf die Gefahr, die von Beznau ausgeht, hat die Gruppe mit einer symbolischen Aktion aufmerksam gemacht: Sie zeigten, wie sich nach einem Super-GAU die Radioaktivität in alle Himmelsrichtungen ausbreiten und grosse Teile der Schweiz und Süddeutschlands unbewohnbar machen würde.

Atomstrom ist klimaneutral – wer‘s glaubt!

Atomstrom ist nicht klimaneutral und verbraucht vom Abbau des Urans bis zur „End“lagerung des hochgiftigen Abfalls Unmengen fossiler Energie. Wem das Klima wirklich wichtig ist, der sollte die Investitionen in den maroden Schweizer AKW-Park sofort stoppen und die Gelder in die erneuerbaren Energien stecken. Letztere werden nicht nur immer günstiger und effizienter sondern können auch viel schneller ausgebaut werden.

Die Energiewende kommt voran – wer‘s glaubt!

Die Schweizer Stimmbevölkerung hat 2017 die Energiestrategie 2050 beschlossen. Sie beinhaltet ein Neubauverbot für Atomkraftwerke und den schrittweisen Umstieg auf erneuerbare Energien. Doch das bürgerlich dominierte Parlament sabotiert seither die konkrete Umsetzung. Es braucht einen Richtungswechsel.

Beznau vom Netz – jetzt! Wir fordern unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger auf sich bei der Axpo und der Politik für eine sofortige Stilllegung der Anlage einzusetzen

Kontakt: Andreas Fischer, Co-Präsident NWA Schweiz, 077 443 01 20