Stilllegung von Beznau kommt zu spät, schafft aber Planungssicherheit

Die heute kommunizierte Stilllegung der beiden Reaktoren des Atomkraftwerks Beznau kommt in den Augen von NWA Schweiz zu spät. Beznau ist schon länger ein Hochrisiko, zahlreiche Probleme (z.B. Korrosion des Reaktordruckbehälters) sollten gemäss der Maxime „Weiterbetrieb nur solange sicher“ zur sofortigen Stilllegung des ältesten Atomkraftwerks der Welt führen.

350 Millionen für die erneuerbaren Energien

Der heutige Entscheid darf nicht dazu führen, die Sicherheit der Anlage zu vernachlässigen. Insbesondere ist das Ensi verpflichtet, gegenüber der Betreiberin weiterhin auf die Erfüllung aller erforderlichen Nachrüstungen zu pochen. Die für die Aufrüstung nötigen 350 Millionen Franken sind Geld, das direkt in den Ausbau erneuerbarer Energien fliessen sollte.

Planungssicherheit

Begrüssenswert ist der Entscheid, weil er Planungssicherheit schafft.  Dank den vergangenen Entscheiden in die richtige Richtung (Stromgesetz), werden die nötigen Kapazitäten zur Verfügung stehen. Es gilt nun aber, die Energiewende weiterhin konsequent voranzutreiben.

Sofort abstellen

Gemäss der Antwort des Bundesrates zur Motion von Florence Brenzikofer rechnet die Nagra für das Tiefenlager mit 60 Jahren Betriebszeit. Dies passt nicht zu den nun geplanten Laufzeiten von 64 Jahren. Wir brauchen aufgrund der Sicherheit der Bevölkerung, der Kosten, der Planungssicherheit für die Energiewende und aller beteiligten Akteure eine sofortige Abschaltung des Atomkraftwerkes Beznau I und II.

Wir fordern zudem, dass auch für die beiden verbleibenden Atomkraftwerke Gösgen und Leibstadt eine Ausstiegsplanung erarbeitet wird. Dies schafft für die Stromerzeuger Investitionssicherheit.

Geschäftsführerin 30-40% gesucht

NWA Schweiz setzt sich ein für den Atomausstieg in der Schweiz und den Ausbau erneuerbarer Energien.

Wir suchen per März 2025 oder nach Vereinbarung eine:n neue:n

Geschäftsführerin 30-40%

Arbeitsort: Homeoffice und Vorstandssitzungen/Mitgliederversammlungen in Basel

Das Aufgabengebiet:

Vereinsführung
Mitgliederadministration
Sitzungs Vor- und Nachbereitung, Protokolle verfassen, Traktandenlisten erstellen in Absprache mit dem Präsidium
Führen der Buchhaltung, Rechnungen zahlen, verbuchen, Jahresabschluss
Mitgliederversammlungen vorbereiten und organisieren

Kommunikation
Webseite betreuen
Social Media-Kanäle betreuen
Medienmitteilungen erstellen und verschicken
Kampagnen betreuen
4x jährlich die News erstellen und verschicken
Newsletter
Vorbereitung und Durchführung von Aktionen und Veranstaltungen

Netzwerk
Austausch mit Partnerorganisationen
Vertretung in Gremien wie Allianz Atomausstieg, Klima-Allianz

Wir freuen uns über eine selbständige, initiative, vertrauensvolle Persönlichkeit, die die Werte von NWA vertritt. Erfahrung in der Vereinsführung und dem Führen von Kampagnen wird vorausgesetzt.

Wir freuen uns über die Bewerbung via Mail an Nathalie Martin unter info@nwa-schweiz.ch.

Wahlen im Kanton Basel-Stadt und Aargau

Für möglichst viele atomkritische Stimmen im Parlament und der Regierung, empfehlen wir unsere Mitglieder am 20. Oktober 2024 zur Wahl:

Kanton Basel-Stadt

Regierung: Mustafa Atici, SP, Anina Ineichen, Grüne

Grosser Rat:
Wahlkreis Ost
: Irene Amstutz, BastA!; Patrizia Bernasconi, BastA!; Tim Cuenod, SP; Oliver Jenny, SP; Nathalie Martin, Grüne; Maja Nidecker, Grüne; Jonas Rosenmund, Grüne; Jérôme Thiriet, Grüne; Oliver Thommen, Grüne; Jo Vergeat, Grüne

Wahlkreis West: Brigitte Kühne, GLP; Nicoletta De Carli, SP; Alexandra Dill, SP; Brigitta Gerber, BastA!; Gassan Gradwohl, Grüne; Raffaela Hanauer, Grüne; Chaim Howald, SP; Anina Ineichen, Grüne; Karl Linder, GLP; Stephan Luethi-Bruederlin, SP; Pascal Pfister, SP, Daniel Sägesser, SP

Wahlkreis Kleinbasel: Beda Baumgartner, SP; Marie-Luise Fink von Heeren, SP; Harald Friedl, Grüne; Christine Keller, SP; Tonja Zürcher BastA!

Wahlkreis Riehen: Thomas Grossenbacher, Grüne; Franziska Roth, SP


Kanton Aargau
Regierung
: Dieter Egli, SP; Beat Flach, GLP; Ruth Müri, Grüne

Grosser Rat
Bezirk Aarau
: Philippe Kühni, GLP;
Bezirk Baden
: Jonas Fricker, Grüne; Christian Keller, Grüne; Ruth Müri, Grüne
Bezirk Bremgarten
: Arsène Perroud, SP; Ulrich Waldispuehl-Gysi, Grüne
Bezirk Brugg
: Martin Brügger SP; Matthias Zehnder-Rüegg, Grüne
Bezirk Kulm
: Anja Gestmann, SP
Bezirk Laufenburg
: Colette Basler, SP; Gertrud Häseli-Stadler, Grüne; Katja Sattler, Grüne
Bezirk Lenzburg
: Daniel Bär, SP; Matthias Betsche, GLP; Jonas Meier, Grüne
Bezirk Rheinfelden: Andreas Fischer, Grüne; Kathrin Frey, Rheinfelden; Claudia Rohrer, SP
Bezirk Zofingen
: Christiane Guyer, Grüne

 

Nicht ohne die Stimmbevölkerung

Der Bundesrat will für die Atominitiative einen indirekten Gegenvorschlag erarbeiten. Somit schmuggelt er den Entscheid für die Aufhebung des Neubauverbots von Atomkraftwerken in der Schweiz am Volk vorbei – einen Entscheid, den das Stimmvolk 2017 beschlossen. NWA lehnt dieses Vorgehen entschieden ab.

Ausserdem ist die Rückkehr zum Atomstrom aus verschiedenen Gründen nicht zu unterstützen:

  • Eine Finanzierung von neuen Atomkraftwerken steht nirgends zur Diskussion: weder Banken, Investoren noch die Stromversorger wollen Atomkraftwerke finanzieren. NWA fordert, dass kein Geld aus der Förderung für erneuerbare Energien und auch keine Steuergelder an AKW-Projekte fliessen dürfen.
  • Die Bevölkerung hat mit der Annahme des neuen Stromgesetzes beschlossen, auf erneuerbare Energien zu setzen. Die Debatte um neue Atomkraftwerke lähmt den entschlossenen Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen.
  • Entgegen der Ansicht des Bundesrates ist Atomkraft weder erneuerbar noch klimafreundlich. Uran ist endlich und stammt mehrheitlich aus Russland, was in der gegenwärtigen Konfliktsituation schon problematisch per se ist. Der Uranabbau wird je länger je schwieriger – auch mit unwürdigen Arbeitsbedingungen in den Abbau-Werken. Eine Technologie, für die es keine Abfalllösung gibt, tonnenweise radioaktiven Müll produziert und im Falle des Unfalls ganze Landstriche verseucht, ist nicht nachhaltig.
  • Für das Netto-Null-Ziel des Bundes kommen neue Atomkraftwerke viel zu spät. Ausserdem beweisen verschiedene Szenarien des Bundes und anderen Organisationen, dass eine Stromversorgung ohne Atomstrom machbar ist.

Mit dem konsequenten Ausbau der Solarenergie, den das Stromgesetz in einem noch nie dagewesenen Ausmass ermöglicht, werden Atomkraftwerke obsolet. Wird das Parlament den indirekten Gegenvorschlag unterstützen, stehen wir für ein Referendum bereit.

Das ist ein Ja zum Atomausstieg

NWA Schweiz freut sich über das deutliche Ja zum Stromgesetz. Nach verschiedenen gewonnenen Abstimmungen (Energiegesetz, Klimaschutzgesetz) ist jetzt mit der Abstimmung von heute klar: Die Stimmbevölkerung will Öl, Gas und Atomstrom so rasch wie möglich durch sauberen und einheimischen Strom ersetzen. Mit dem Stromgesetz ist dies nun realistisch.

Mit dem konsequenten Ausbau der Solarenergie, den das Gesetz eine einem noch nie dagewesenen Ausmass ermöglicht, werden Atomkraftwerke obsolet. Somit fordern wir als Konsequenz, dass Investitionen in die erneuerbare Energieproduktion fliessen und von nuklearen und fossilen Ausgaben abgesehen wird.

Was Du jetzt tun kannst:

> den Atom-Appell unterschreiben.

> die Solarinitiative unterschreiben.

Danke für die treue Unterstützung. Du bist noch nicht Mitglied? Dann aber schnell: Mitglied werden bei NWA Schweiz.