Stellungnahme von Nie wieder Atomkraftwerke Schweiz zum indirekten Gegenvorschlag (Änderung des Kernenergiegesetzes) zur Volksinitiative «Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)»

Sehr geehrter Herr Bundesrat

Wir nehmen erfreut zur Kenntnis, dass der Bundesrat die Volksinitiative «JederzeitStrom für alle (Blackout-Stoppen)» ablehnt. Gar nicht einverstanden sind wir jedoch mit, dem vorgelegten Gegenvorschlag, der den Bau neuer Atomkraftwerke ermöglichen würde. Damit setzt der Gegenvorschlag auf Gesetzesebene die Ziele der Initiative direkt um, legitimiert sie und umgeht insbesondere eine Volksabstimmung. Abgesehen vom Inhaltlichen halten wir dieses Vorgehen rein schon aus demokratiepolitischen Gründen für überaus bedenklich.

Atomkraftwerke sind keine zeitgerechte Lösung für die Herausforderungen der Energieversorgung. Ihre langen Planungs- und Bauzeiten machen sie ungeeignet, um rechtzeitig zur Erreichung der Klimaziele beizutragen. Sie stehen im direkten Wettbewerb mit erneuerbaren Energien, die schneller, günstiger und nachhaltiger ausgebaut werden können.

Darüber hinaus bleiben die Risiken der Atomenergie – Sicherheitsprobleme, ungeklärte Endlagerung hoch radioaktiver Abfälle und hohe Kosten – ungelöst. Diese Hindernisse widersprechen einem modernen, dezentralen und flexiblen Energiesystem, das auf Vielfalt und Resilienz setzt.

Die Schweiz hat mit der Energiestrategie 2050 einen klaren und zukunftsweisenden Kurs eingeschlagen. Die Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien und moderner Speichertechnologien zeigen, dass eine sichere, klimafreundliche Energieversorgung erreichbar ist – ohne den Rückgriff auf Atomkraft. Ein verbindlicher Ausstiegsplan für die verbliebenen Reaktoren würde zudem Planungssicherheit für die Stromversorger:innen und Investor:innen schaffen.

Wir fordern sie daher auf, die Volksinitiative
«Jederzeit Strom für alle (Blackout-Stoppen)» abzulehnen und ohne Gegenvorschlag zur Abstimmung zu bringen.

Mit freundlichen Grüssen,

Nie wieder Atomkraftwerke Schweiz

Hier geht es zur vollständigen Stellungnahmen zum indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative „Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen). 

Stilllegung von Beznau kommt zu spät, schafft aber Planungssicherheit

Die heute kommunizierte Stilllegung der beiden Reaktoren des Atomkraftwerks Beznau kommt in den Augen von NWA Schweiz zu spät. Beznau ist schon länger ein Hochrisiko, zahlreiche Probleme (z.B. Korrosion des Reaktordruckbehälters) sollten gemäss der Maxime „Weiterbetrieb nur solange sicher“ zur sofortigen Stilllegung des ältesten Atomkraftwerks der Welt führen.

350 Millionen für die erneuerbaren Energien

Der heutige Entscheid darf nicht dazu führen, die Sicherheit der Anlage zu vernachlässigen. Insbesondere ist das Ensi verpflichtet, gegenüber der Betreiberin weiterhin auf die Erfüllung aller erforderlichen Nachrüstungen zu pochen. Die für die Aufrüstung nötigen 350 Millionen Franken sind Geld, das direkt in den Ausbau erneuerbarer Energien fliessen sollte.

Planungssicherheit

Begrüssenswert ist der Entscheid, weil er Planungssicherheit schafft.  Dank den vergangenen Entscheiden in die richtige Richtung (Stromgesetz), werden die nötigen Kapazitäten zur Verfügung stehen. Es gilt nun aber, die Energiewende weiterhin konsequent voranzutreiben.

Sofort abstellen

Gemäss der Antwort des Bundesrates zur Motion von Florence Brenzikofer rechnet die Nagra für das Tiefenlager mit 60 Jahren Betriebszeit. Dies passt nicht zu den nun geplanten Laufzeiten von 64 Jahren. Wir brauchen aufgrund der Sicherheit der Bevölkerung, der Kosten, der Planungssicherheit für die Energiewende und aller beteiligten Akteure eine sofortige Abschaltung des Atomkraftwerkes Beznau I und II.

Wir fordern zudem, dass auch für die beiden verbleibenden Atomkraftwerke Gösgen und Leibstadt eine Ausstiegsplanung erarbeitet wird. Dies schafft für die Stromerzeuger Investitionssicherheit.

Geschäftsführerin 30-40% gesucht

NWA Schweiz setzt sich ein für den Atomausstieg in der Schweiz und den Ausbau erneuerbarer Energien.

Wir suchen per März 2025 oder nach Vereinbarung eine:n neue:n

Geschäftsführerin 30-40%

Arbeitsort: Homeoffice und Vorstandssitzungen/Mitgliederversammlungen in Basel

Das Aufgabengebiet:

Vereinsführung
Mitgliederadministration
Sitzungs Vor- und Nachbereitung, Protokolle verfassen, Traktandenlisten erstellen in Absprache mit dem Präsidium
Führen der Buchhaltung, Rechnungen zahlen, verbuchen, Jahresabschluss
Mitgliederversammlungen vorbereiten und organisieren

Kommunikation
Webseite betreuen
Social Media-Kanäle betreuen
Medienmitteilungen erstellen und verschicken
Kampagnen betreuen
4x jährlich die News erstellen und verschicken
Newsletter
Vorbereitung und Durchführung von Aktionen und Veranstaltungen

Netzwerk
Austausch mit Partnerorganisationen
Vertretung in Gremien wie Allianz Atomausstieg, Klima-Allianz

Wir freuen uns über eine selbständige, initiative, vertrauensvolle Persönlichkeit, die die Werte von NWA vertritt. Erfahrung in der Vereinsführung und dem Führen von Kampagnen wird vorausgesetzt.

Wir freuen uns über die Bewerbung via Mail an Nathalie Martin unter info@nwa-schweiz.ch.